Die Zurückgebliebenen und die Zurückkehrenden lebten nach den Angriffen in einer Trümmerwüste von gigantischem Ausmaß. Kaum ein Haus in der Großstadt Hamburg war gänzlich unbeschädigt; von den Gebäuden, von denen nicht nur Ruinen oder Trümmerhaufen übriggeblieben waren, wiesen die meisten mehr oder minder schwere Schäden auf.

Um notwendige Verbindungswege zu schaffen, mussten zunächst die Straßen von Trümmern geräumt werden. Wo dies wegen des Ausmaßes der Schäden und wegen Einsturzgefahr nicht möglich war, wurden ganze Straßenzüge zu Sperrgebieten erklärt, die nicht betreten werden durften.

Soweit die Menschen nicht in stehengebliebenen, notdürftig reparierten Häusern wohnen konnten, wurden Notquartiere geschaffen. Ganze Familien hausten oft auf engstem Raum unter primitivsten Bedingungen. Energie und Wasser, Lebensmittel und Heizungsmaterial waren knapp.

Öffentliche Verkehrsmittel standen nur eingeschränkt zur Verfügung. Der Überlebenswille der Bevölkerung sorgte dafür, dass das Dichterwort Realität wurde: „Und neues Leben blüht aus den Ruinen.“

Die Erinnerung an den „Feuersturm“ lebt im Gedächtnis der Überlebenden weiter, und noch heute müssen immer wieder damals nicht explodierte Bomben („Blindgänger“) vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden.